Es ist schon ein komischer Anblick wenn man in Gorak Shep ankommt. Vor einem breitet sich eine kleine Mini-Wüste aus, die stark nach einem ausgetrokneten See-Bett aussieht. Wenn man hier übernachtet, soll man leicht -20°C während der Nacht ertragen müssen.
Und der Pfad da den Hügel hinauf sollte unseren letzten Aufstieg markieren.

 

Ziel ist es, irgendwo da am obersten Punkt des dunklen Hügels anzukommen, nämlich auf Kalapatar. Noch eine letzte Einstellung und dann gehts darum, die ultimativen 300 Höhenmeter zu bezwingen.
Im Nachhinein war das bei der dünnen Luft  so als ob man 800m gemacht hätte. Aber angezogen von dem wunderschön weissen Pumori (7145m), machten wir uns auf den Weg.

Wir hatten sehr schnell das Pinzip der kleinen Schritte für uns entdeckt. Die vielen Verschnaufpausen und das wunderschöne Wetter gaben uns jedoch die Gelegenheit die Aussicht zu geniessen.

Und es war nicht nur einmal, dass sich die Frage stellte: “Wofür das alles?”. Das mag alles wie dramaturgisches Geschwafel erscheinen, aber gegen Ende  war dieser Trip eine reine Willens-Angelegenheit. So kurz vor dem Ziel aufzugeben, hätte man nie wirklich vor sich rechtfertigen können, höchstens mit der Zeit vergessen. Und dabei war man von so viel Schönheit umgeben...


Der Hügel hat es in sich. Er besteht aus 4 Etappen, wenn man es so nennen darf. Es gibt 3 Treppen, die beim Aufsteigen jedoch nicht zu erkennen sind. Und auch die Spitze sieht man erst ab der 2ten Treppe. Man vermag es nicht einzuschätzen, wie weit oder nahe man vom Ziel entfernt ist. Die Landschaft wird immer karger und mit jeder Treppe hofft man da zu sein und kriegt jedes Mal einen Schock fürs Leben, wenn man sieht, dass man nochmal so viel zu steigen hat.
Aber dann ruht man sich etwas aus und da man sonst nichts Besseres zu tun hat, werden noch ein paar Schritte nach oben gemacht.

 

...Und da Kleinvieh auch Misst macht, kommt man irgendwann tatsächlich auch noch an.
Ja der Kalapatar (5550m) ist ein Haufen aufgetürmter schwarzer, kantiger Felsbrocken, auf denen sich viele Gebets-Flaggen und Touristen tummeln. Es ist wohl der höchste Punkt den man als Normalheimer ohne Spezialausrüstung zu Fuss erreichen kann.
Von hier aus hat man einen unvergleichlichen Ausblick auf die höhsten Berge der Welt,

...und nicht zuletzt auf den MT. EVEREST (die Bergspitze mitte - oben).
So und das sind wir- Adrian, Rahm, Tata (Relu), Christian

 

Ich musste nochmal eben schnell Persönliches verewigen. Das ist ein Kata, das unter anderem als Glücksbringer Wanderern auf den Weg mitgegeben wird.

 

Nachdem Christian seine Flaggen angebracht hatte, war er auch schon so weit erholt, dass gute Laune wieder angesagt war.

 

Da wir alles Mögliche an Nationalitäten unterwegs getroffen hatten, bloss keine Rumänen, war dieser Schritt selbstverständlich und wurde feierlich dokumentiert.

 

“Scherlock Holmes und das Everest-Enigma” hätte doch auch ein spannender Titel werden können. Auf jeden Fall hätten wir da schon mal den besten Mann für die Hauptrolle.

 

Hier kann man die Stelle beobachten, die als “Everest Base Camp 1” bekannt ist. Sie befindet sich am äusseren Rand der Biegung in der Gletscherzunge. Es ist auch das erste Mal, dass ich eine Gletscherzunge in echt zu sehen bekomme.

Folgt man der Gletscherzunge talabwärts, blickt man in die Richtung, aus der man hergekommen ist. Die Bergspitze links im Bild ist der Ama Dablam. Man sagt, der schönste Berg dieser Region.


 

Kalapatar

...Zurück  

Hin & ...

Produkt Suche:


Suchoptionen